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DIE INTERRELIGIÖSE GESPRÄCHSPLATTFORM DER HAUPTSTADT

Jahreskonferenz 2017Im Berliner Forum der Religionen arbeiten Menschen aus über 100 Religionsgemeinschaften, religionsübergreifenden Zusammenschlüssen und spirituellen Gruppen seit März 2014 zusammen. Im Jahr 2011 wurde der „Berliner Dialog der Religionen“ von der Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten initiiert. Daraus ist dieses Forum entstanden. Ziele des Forums sind

  • das wechselseitige Verständnis im Dialog und durch Projektarbeit zu fördern – im Respekt vor der Überzeugung der jeweils Anderen.
  • das konstruktive Potential von Religion in die Gesellschaft einzubringen.
  • den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Berlin zu stärken und einen Beitrag zum friedlichen Miteinander in unserer Stadt zu leisten.

Das „Berliner Forum der Religionen“ versteht sich als Gesprächsplattform der Religionen untereinander und sucht das Gespräch mit der Zivilgesellschaft. Im Mittelpunkt steht die Idee, dass sich Menschen aus ihrem jeweiligen religiösen Verständnis heraus für die Berliner Stadtgesellschaft einsetzen und das gute Miteinander in Berlin aktiv gestalten möchten. Im „Berliner Forum der Religionen“ tun sie dies gemeinsam.

Stimmen aus dem Koordinierungskreis:

Nach dem einstweiligen Ende meines Schuldienstes kann ich mich wieder mehr im interreligiösen Dialog engagieren und da im Berliner Forum der Religionen über Jahre kein Bahá’í anwesend ist, möchte ich mich dort einbringen. Meine Aufgaben im Treffpunkt Religion und Gesellschaft e.V. gebe ich gerade ab und auch innerhalb meiner eigenen Gemeinde habe ich nun weniger zu tun. So freue ich mich auf eine gute Zusammenarbeit im Berliner Forum.

Peter Amsler, Baha'i

Meine Motivation für meine Kandidatur sind die aktuellen Geschehnisse in unserer heutigen Gesellschaft. Frieden ist keine Selbstverständlichkeit und setzt ein unermüdliches Engagement voraus. Dialoge mit den unterschiedlichsten Menschen helfen uns, Brücken aufzubauen und somit für eine bessere Gesellschaft zu kämpfen. Ich möchte ein aktiver Teil des Forums werden, um mich gegen Hetze, Hass und Ausgrenzung und für ein starkes und gemeinsames Miteinander trotz unserer Diversitäten einzusetzen.

Safiyye Arslan, Forum Dialog

Während meiner Schulzeit wurde mir gesagt: Religion wird es bald nicht mehr geben. Trotzdem habe ich in der DDR katholische Theologie studiert. Seit dem Mauerfall empfinde ich die religiöse Vielfalt in Berlin als große gesellschaftliche Bereicherung – deshalb möchte ich mich im „Forum“ engagieren.

Dr. Thomas Brose, AG christlich-jüdischer Dialog im Diözesanrat

Rezitation und Musik sind in allen Religionen ein Kernelement der Spiritualität. Gerade in diesen Bereichen möchte ich die Begegnung vermitteln und verstärken!

Deshalb möchte ich gerne weiterhin wie bisher meine Erfahrung, mein Netzwerk und mein Wissen für die “AG Musik der Religionen” – die mir sehr am Herzen liegt und sehr wertvoll ist – im Team des Koordinierungskreises einbringen.

Holger Budig

Als Muslima glaube ich an die Manifestation des Göttlichen Willen in der Schöpfung. Allah hat nicht nur jeden Menschen, sondern jedes Geschöpf und Atom einzigartig erschaffen. Im Heiligen Koran gibt es hunderte Stellen, wo der Mensch dazu aufgerufen wird, in jeder Begegnung sich seinem Schöpfer und Herrn zu erinnern. Die Schöpfung ist ein Spiegel und der Mensch spiegelt die Göttliche Schöpfungskraft seiner Wahrheit am nächsten. Der Dialog der Religionen reflektiert nicht nur die unendlichen Facetten Göttlicher Schöpfungskraft durch unterschiedliche Perspektiven von gläubigen Menschen, sie bietet einen tieferen Zugang in den eigenen Glauben. „Der Gläubige ist des Gläubigen Spiegel.“, sagte der Prophet Muhammed – Friede auf Ihn. Ich glaube, dass er damit nicht nur die Muslime untereinander meint, sondern alle Menschen, die glauben. Die Begegnung mit Gläubigen und das gemeinsame auftreten in der Öffentlichkeit, ist daher meine größte Motivation beim Berliner Forum der Religionen mitzuwirken.

Feride Funda G.-Gencaslan , Sufizentrum Rabbaniyya

Seit 2012 von der EKBO berufen zum Landespfarrer für den Interreligiösen Dialog. Lehrbeauftragter an der Humboldt-Universität zu Berlin (am Institut Kirche und Judentum). Zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themenbereichen interreligiöser Dialog, Nah-Ost-Konflikt und Spiritualität.

Der interreligiöse Dialog ist mir ein Herzensanliegen. Wer miteinander spricht, sich begegnet, gewinnt Wertschätzung und Respekt gegenüber dem Anderen, der anders glaubt.

Im Berliner Forum der Religionen hat sich ein vertrauensvoll zusammenarbeitendes Netzwerk gebildet, das in der Stadt bekannt ist und aufgrund seiner kompetenten Arbeitsweise anerkannt ist und gehört wird. Vielfältige Aktivitäten werden gebündelt und unterstützen sich gegenseitig. Ein Forum, das aus dem friedensstiftenden Potential der Religionen schöpft und sich entsprechend zivilgesellschaftlich engagiert für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. Daher möchte ich auch weiterhin wie bisher im Koordinierungskreis mitarbeiten und mich einbringen.

Dr. Andreas Goetze, EKBO

Ich bin Mitglied der alt-katholischen Kirche und am interreligiösen sowie ökumenischen Dialog besonders interessiert. Ich bin bereits seit längerer Zeit in diesem Zusammenhang tätig und wurde im Sommer d. J. zur neuen Vorsitzenden der „Arbeitsgemeinschaft der Kirchen und Religionsgesellschaften e. V. (AKR)“ gewählt. Es wird meiner Meinung nach in unserer Gesellschaft immer wichtiger, für ein friedvolles, tolerantes, auf gegenseitige Wertschätzung und Achtung beruhendes Miteinander zu sorgen. Dazu braucht es Gremien, in denen Menschen unterschiedlichster religiöser oder weltanschaulicher Prägungen die Möglichkeit haben, sich zuallererst einmal auf Augenhöhe zu begegnen und kennenzulernen. Ein solches Gremium muss in die Öffentlichkeit hineinwirken und so zeigen, dass es möglich ist, miteinander in Frieden zu leben, selbst wenn die Auffassungen über Lebensweise oder Religiosität weit auseinandergehen können. Nur dann kann ein friedliches Miteinander von Menschen mit den unterschiedlichsten Lebensentwürfen gelingen.

Claudia Hackel, Alt-Katholische Kirche

Religionsdialog für mehr Toleranz und Verständnis ist für mich, insbesondere aus jüdischer Sicht, ein elementarer Baustein für mehr Frieden in Berlin.

Daher bin ich hier von Anfang an im Koordinierungskreis für das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA) dabei und möchte diese erfolgreiche Arbeit unbedingt fortführen. Außerdem gehöre ich neben einigen anderen Organisationen noch zur Werkstatt der Religionen. Um die Bodenhaftung bei so vielen Aufgaben im Dialog nicht zu verlieren verdiene ich meinen Lebensunterhalt als Informatiker und Journalist und gehöre als Beter zu Chabad Lubawitsch Berlin.

Dr. Jan Aaron Hammel, Chabad Lubawitsch

Das Berliner Forum der Religionen als die zentrale Anlaufstelle für religiöse Angelegenheiten zu etablieren ist ein hohes Ziel, das die Stiftung Islam in Deutschland fördern möchte. Sie möchte gerne als aktives Mitglied mitwirken und die Projektarbeit des Forums unterstützen und ihre Projekte und Dienstleistungen dem Forum zur Verfügung stellen.

Ob im interreligiösen Bereich, in der Durchführung von Veranstaltungen oder im gesellschaftlichen Engagement, die Stiftung wird dem Forum zur Seite stehen.

Abdel Hadime Kamouss, Stiftung Islam für Deutschland

Die Verständigung zwischen verschiedenen religiösen Gruppen ist eine unabdingbare Bedingung für ein friedvolles Zusammenleben in einer multikulturellen Stadt wie Berlin. Dafür engagiere ich mich seit mehr als 15 Jahren in verschiedenen interreligiösen Dialog-Gruppen. Das Berliner Forum der Religionen bietet mir eine hervorragende Möglichkeit mit anderen (national und international) in diesem Bereich aktiven Gruppen und Persönlichkeiten zu interagieren und zusammenzuarbeiten.

Ich möchte weiterhin meinen Beitrag zum Wohle unserer Stadt einbringen und dazu im Koordinierungskreis mitwirken, nachdem wir nun in Berlin eine gesunde Plattform hergestellt haben.

Ranjit Kaur, Sikh Gemeinde Berlin

Ich bin seit vielen Jahren in der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen aktiv und insofern mit religionsübergreifender Zusammenarbeit vertraut, wenn auch die Schwerpunkte der Werkstatt anders gelagert sind als die des Forums. Da Mitglieder der Werkstatt schon immer im Forum vertreten waren, habe ich durch deren Berichte die Arbeit des Forums von Anfang an aus der Ferne verfolgen können. – Außerdem habe ich von 2013 bis ca. 2015 im Interkulturelle Forum Genezareth mitgearbeitet und dort wertvolle Einblicke in die Zusammenarbeit der großen Religionsgemeinschaften gewonnen.
Mein eigener religiöser Hintergrund ist pagan, ich bin Hierophantin in der Fellowship of Isis, arbeite sporadisch bei Pagane Wege und Gemeinschaften in Berlin mit und bin Mitglied der Pagan Federation Deutschland e.V.

Gisela Kranz, Fellowship of Isis

Berlin ist eine multikulturelle und multireligiöse Stadt. Ich freue mich, einen kleinen Teil dazu bei-zutragen, dass dies nicht nur so bleibt, sondern sich vertieft, dass das Miteinander gelebt und geliebt wird. Gemeinsam statt einsam sollte das Selbstverständliche und Normale werden und rechtspopulistischen und ausgrenzenden Stimmen die Stimme der Vernunft, des Friedens und der Klarheit entgegensetzen. Besonders am Herzen liegen mir die Gleichberechtigung von Mann und Frau, LGBT-Rechte und Kinderrechte als Menschenrechte im Bereich von Religion. Auch hoffe ich, dass es in den nächsten zwei Jahren erneut gelingt, eine Publikation auf den Weg zu bringen, in der die Vielfalt religiöser Erfahrung als Bereicherung in die Vielfalt des Denkens hineinführt.

Prof. Dr. Annette Kreutziger-Herr, Christliche Wissenschaft

Unser Meister Hsing Yun motiviert uns zum Austausch mit anderen Glaubensrichtungen. Nur durch diesen offenen Dialog erreicht man stetige Fortschritte in seiner eigenen Glaubenspraxis. Durch meine Mitgliedschaft im KK des BeFoRe möchte ich versuchen, mehr ostasiatische Gemeinden für diesen Dialog zu gewinnen.

Fan-Hao Lam, Fo Guang Shan

Berlin ist eine Stadt der Vielfalt, Diversität und der gesellschaftlichen Pluralität. Nicht nur kulturell, sondern auch religiös unterschiedliche Menschen leben hier miteinander oder Nebeneinander. Um das friedliche Miteinander und den stärkeren Zusammenhalt aller Menschen und Religionen zu fördern und zu stärken, ist mir die Arbeit im Rahmen des Koordinierungskreises von besonderer Bedeutung. Religionen sind häufig Kraftquellen und können menschliche und gesellschaftliche Prozesse mit voranbringen. Die Dialogarbeit kann erst dann Früchte tragen, wenn wir in jungen Jahren damit beginnen. Hierbei möchte ich gerne weiterhin unterstützend mitwirken.

Fereshta Ludin

Ich beteilige mich an der Arbeit des Berliner Forums der Religionen seit seiner Entstehung und würde auch gerne die nächsten Schritte mitgestalten. Für mich sind die solidarisch-kritische Kooperation der vielen Religionsgemeinschaften in Berlin und deren Öffnung hin zur ganzen – unteilbaren – Gesellschaft ein wichtiger Beitrag zum friedlichen und möglichst auch frohen Zusammenleben in unserer Stadt. Wenn wir uns die Geschichte Berlins ansehen, dann waren die Phasen der Öffnung hin zu einem kulturell und religiös pluralen Zusammenleben die produktivsten und kreativsten Zeiten. Die Lange Nacht der Religionen, interreligiöse Friedensgebete und kreative Veranstaltungen können dafür heute ein lebendiges Zeugnis sein.

Dr. Gerdi Nützel

In meiner zweijährigen Mitgliedschaft des Koordinierungskreises des BFdR habe ich gemerkt, wie bereichernd und wichtig es ist mit Menschen verschiedener Weltanschauung zusammen zu arbeiten und Herausforderungen unserer Gesellschaft und Umwelt gemeinsam anzusprechen.

Erst durch die Einheit in unserer Vielfalt können wir eine gemeinsame und fruchtbare Zukunft gestalten!

Osman Oers, Forum Dialog, House of One

Ich möchte mich im Koordinierungskreis des Berliner Forum der Religionen engagieren, weil ich die Arbeit dieser Gruppe sehr schätze. Der interreligiöse Dialog ist sehr wichtig und das Berliner Forum der Religionen leistet hervorragende Arbeit. Auch ich möchte meinen Beitrag leisten und die Mitglieder im Koordinierungskreis in ihrem Tun unterstützen. Die Zusammenarbeit und der Austausch in dieser von religiöser Vielfalt geprägten Gruppe reizt mich sehr und hoffe gemeinsam mit den Teilnehmenden des Kreises, das friedliche Zusammenleben der Religionen in Berlin zu fördern.

Mohamed Taha Sabri, Neuköllner Begegnungsstätte

Die Universelle Sufi-Bewegung, der ich angehöre, hat in ihrer Satzung als Zweck angegeben, für die Einheit der religiösen Ideale zu wirken.  Dieser Aufgabe habe ich mich gewidmet.  Daher ist es mir ein Anliegen, in jedweder Form, in jedweder möglichen Vereinigung, für dieses Ziel zu arbeiten. Ich bin davon überzeugt, einen Beitrag für den Frieden unter den Menschen zu leisten.

Petra-Beate Schildbach, Sufi-Bewegung

Gerne möchte ich meine langen Erfahrungen im interreligiösen Austausch und in der Zusammenarbeit in das Berliner Forum der Religionen einbringen. Meine Erfahrungen liegen im innerchristlichen (z.B. Ökumenischer Rat) , im christlichen-jüdischen (z.B. GCJZ) und im islamischen (z.B. Islamforum) Bereich.  Eine Vernetzung der unterschiedlichen Bereiche in der interreligiösen Begegnung ist sehr sinnvoll und mir ein Anliegen.

Bernd Streich, Vorsitzender Diözesanrat

Der Dialog unter Menschen verschiedenster Religionen in Berlin, begleitet von daraus gewachsenen Initiativen ist für mich eine wunderbare und wirksame Möglichkeit,

Vorurteile zu überwinden und das Schöne jeder Religion und Glaubensform kennen zu lernen und den Bürgern Berlins zugänglich zu machen.

Haladhara Thaler, Hindu-Gemeinde Berlin

Das Berliner Forum der Religionen bietet mir die einzigartige Gelegenheit, mit Menschen aus den verschiedenen Religionen und Weltanschauungen zusammenzukommen, auf Augenhöhe wahrzunehmen und wahrgenommen zu werden: Eine Möglichkeit -ein Geschenk-, um unbefangen über “Gott und die Welt” zu reden; wo gesellschaftliche Erfolge gemeinsam gefeiert und Lösungen zu Problemen gemeinsam angestrebt werden.

Nurcan Türkeli

Ich bin Mitglied der evangelisch-reformierten Bethlehemsgemeinde in Neukölln. Diese Gemeinde steht in der Tradition evangelischer Glaubensflüchtlinge aus Böhmen, denen es Mitte des 18. Jahr­hunderts erlaubt wurde, eine eigenständige reformierte Migrantengemeinde zu gründen. Auch aus dieser Erinnerung heraus ist mir die Frage wichtig, wie wir in aller Vielfalt und Verschiedenheit der Religionen, Konfessionen, spirituellen Glaubenswege zum Wohl der Stadt friedlich miteinander leben können. Von Beginn an habe ich im Koordinierungskreis des Berliner Forums der Religionen mitge­arbeitet. Hier konnte ich meine Erfahrungen als Studienleiterin für Theologie und Dialog der Religionen an der Evangelischen Akademie Villigst einbringen in die inhaltliche Vorbereitung der Jahreskonferenzen, im Initiativkreis Dialog der Religionen für Kinder und Jugendliche und im Vorstand des Fördervereins. Mein Anliegen für die nächsten Jahre ist, dass wir als Religionsgemein­schaften füreinander einstehen und uns am Leben und den Entscheidungsprozessen der Stadt deutlich und öffentlich sichtbar beteiligen.

Katharina von Bremen, Ev.-ref. Gemeinde Neukölln

Dr. Hans-Hermann Wilke (evang. Theologe, Pädagoge i.R.) ist seit fast 40 Jahren im christlich ökumenischen  (z.Zt. Ökumenisches Gedenkzentrum Plötzensee) und im interreligiösen Bereich ( u.a. in der Werkstatt der Religionen u. Weltanschauungen) engagiert – besonders im Respekt vor anderen Glaubensweisen, um von ihnen zu lernen und „Religion“ als eine wichtige Ressource für ein menschenwürdiges Zusammenleben in Berlin öffentlich werden zu lassen.

Hans-Herrmann Wilke, Werkstatt Religionen und Weltanschauungen

Ich bin Mitglied der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und war bis zu meiner Pensionierung in 2014 als Schulleiterin am Jüdischen Gymnasium Moses Mendelssohn tätig. Seit einigen Jahren bin ich im Vorstand bzw. Stiftungsrat des House of One engagiert.

An meinen Schulen hatte ich immer auch mit Schülern der unterschiedlichen Religionen und Kulturen zu tun. Das Von-einander-Lernen und Miteinander-Leben, die Erziehung unserer Kinder zu Toleranz und gegenseitigem Respekt war mir immer ein großes Anliegen. Aber auch für die Eltern und das Lehrerkollegium gab es Fortbildungen im interreligiösen und interkulturellen Bereich.

In einer Stadt wie Berlin, in der Menschen so vieler verschiedener Herkünfte zusammenleben, ist es wichtig, dass man sich kennen lernt. Vorurteile, Ressentiments und Fremdenfeindlichkeit können abgebaut werden, wenn man aufeinander zugeht. Religionen vermitteln Werte, die unsere Gesellschaft bereichern und die zu einer friedlichen Koexistenz beitragen.

Barbara Witting, Jüdische Gemeinde, House of One

Mein Name ist Patricia (Asunja) Wulle und bin schon seit 2 Jahren Mitglied im Koordinations-Kreis des Berliner Forums und wünsche, diese wertvolle Arbeit weiter zu führen.  Ich bin mit der Gruppe ‘Pagane Wege und Gemeinschaften’ seit 2015 bei der Langen Nacht der Religionen dabei, bin auch in deren Koordinations-Kreis und bin dort auch im Vorstand des Vereins für die Lange Nacht.  Schon als ich in der USA lebte, war ich im interreligiösen Dialog unterwegs und habe damit weitergemacht, als ich nach Deutschland zurückkam. Ich kann auf etwa 30 Jahre in dieser Arbeit zurückblicken und hoffe, es werden noch viel mehr.  Es ist wichtig für mich, die Vorurteile gegen die Pagane/Heidnische Gläubigen abzubauen und diese in den Dialog mit anderen Religionen zu bringen, um zu einem friedlichen Zusammenleben beizutragen, das die Welt so dringend braucht.

Patricia Wulle, Pagan Federation