Senats­ver­wal­tung für Kul­tur und Euro­pa stellt Sofort­hil­fe für finan­zi­ell not­lei­den­de reli­giö­se und welt­an­schau­li­che Gemein­schaf­ten bereit

Senats­ver­wal­tung für Kul­tur und Euro­pa stellt Sofort­hil­fe für finan­zi­ell not­lei­den­de reli­giö­se und welt­an­schau­li­che Gemein­schaf­ten bereit

Pres­se­mit­tei­lung vom 07.05.2020

Die Senats­ver­wal­tung für Kul­tur und Euro­pa hat eine Sofort­hil­fe für sozi­al, inte­gra­tiv sowie reli­gi­ons­über­grei­fend enga­gier­te, klei­ne reli­giö­se und welt­an­schau­li­che Gemein­schaf­ten, die durch die Coro­na-Pan­de­mie in finan­zi­el­ler Not­la­ge sind, in Kraft gesetzt.

Auch reli­giö­se und welt­an­schau­li­che Gemein­schaf­ten sind von den Fol­gen der Coro­na-Pan­de­mie betrof­fen. Ins­be­son­de­re klei­ne­re Gemein­schaf­ten, die sich und ihre viel­fäl­ti­gen sozia­len und inte­gra­ti­ven Akti­vi­tä­ten haupt­säch­lich über Spen­den­ein­nah­men bei Ver­an­stal­tun­gen finan­zie­ren, sind auf­grund der Ver­samm­lungs­be­schrän­kun­gen in finan­zi­el­le Not gera­ten.

Dr. Klaus Lede­rer, Sena­tor für Kul­tur und Euro­pa erklärt dazu: „Ber­lin zeich­net sich durch sei­ne reli­giö­se und welt­an­schau­li­che Viel­falt aus, die gera­de durch die vie­len klei­ne­ren Gemein­schaf­ten berei­chert wird. Es sind die­se Gemein­schaf­ten, die jetzt in Not gera­ten sind und die auf­grund ihrer Flücht­lings­ar­beit, ihres Sprachkurs‑, Nach­hil­fe- und Bera­tungs­an­ge­bo­tes sowie ihres inte­gra­ti­ven und reli­gi­ons­über­grei­fen­den Enga­ge­ments für unse­re Stadt von unschätz­ba­rem Wert sind.“

Gemein­schaf­ten, deren Haupt­fi­nan­zie­rungs­quel­le die Vor­ortspen­den sind, droht die Insol­venz. Die­sen Gemein­schaf­ten soll direkt und unbü­ro­kra­tisch gehol­fen wer­den.

Durch das Hilfs­pro­gramm der Senats­ver­wal­tung für Kul­tur und Euro­pa für klei­ne reli­giö­se und welt­an­schau­li­che Gemein­schaf­ten kön­nen die­se ein­ma­lig einen Fest­be­trag erhal­ten. Die För­de­rung kann bis zum 28. Mai 2020 bean­tragt wer­den.

Damit die Mit­tel so effi­zi­ent und ziel­grup­pen­ge­recht wie mög­lich ein­ge­setzt wer­den, sind fol­gen­de Bedin­gun­gen zu erfül­len:

För­der­be­rech­tig sind vor­ran­gig klei­ne reli­giö­se und welt­an­schau­li­che Gemein­schaf­ten, die ihren Sitz im Land Ber­lin haben und ihre inte­gra­ti­ven, reli­gi­ons­über­grei­fen­den oder sozia­len Tätig­kei­ten haupt­säch­lich im Land Ber­lin erbrin­gen. Geför­dert wer­den kön­nen unter ande­rem Miet­zah­lun­gen, Neben­kos­ten oder Per­so­nal­kos­ten, die durch den coro­nabe­ding­ten Aus­fall von wesent­li­chen Ein­nah­me­quel­len nicht mehr geleis­tet wer­den kön­nen.
Für den Erhalt der Sofort­hil­fe ist zu bele­gen, dass ein Zuschuss für die Siche­rung der finan­zi­el­len Exis­tenz der Gemein­schaft in der Coro­na-Kri­se auch nach vor­ran­gi­ger Inan­spruch­nah­me ande­rer Hilfs­pro­gram­me des Lan­des Ber­lin und des Bun­des erfor­der­lich ist.

Die Unter­stüt­zung ist pro Gemein­schaft auf bis zu maxi­mal 3.000 Euro begrenzt und kann nur ein­mal bean­tragt wer­den. Die tat­säch­li­che Höhe rich­tet sich nach dem kon­kre­ten finan­zi­el­len Aus­fall sowie der Anzahl der ins­ge­samt bis zum Stich­tag des 28. Mai 2020 ein­ge­hen­den Anträ­ge.

Das Antrags­for­mu­lar und ein Infor­ma­ti­ons­blatt sind unter https://www.berlin.de/sen/kulteu/religion-und-weltanschauung/soforthilfe/ abruf­bar.

Die­se Info auch unter https://www.berlin.de/sen/kulteu/aktuelles/pressemitteilungen/2020/pressemitteilung.929365.php.