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Lag BaO­mer (Juden­tum)

April 29 - April 30

Lag BaO­mer wird zwi­schen Pes­sach und dem Wochen­fest Scha­wuot gefei­ert. Es durch­bricht die vom Geden­ken an Kata­stro­phen für das jüdi­sche Volk gepräg­te Omer­zeit, in der prak­ti­zie­ren­de Jüdin­nen und Juden kei­ne freu­di­gen Ereig­nis­se feiern.
Lag Ba’O­mer ist ein Freu­den­fest, das eine Trau­er­zeit am 33. Tag unter­bricht. Der Name bedeu­tet „33. im Omer“. Die Omer-Zeit beginnt nach dem Pes­sach­fest und endet nach 49 Tagen mit dem Wochen­fest Scha­wuot. „Omer“ heißt „Gar­be“, deu­tet aber auch eine Maß­ein­heit hin. Ein Beleg zu den Erst­lings­gar­ben fin­det sich in 3. Mose 23, 9–14:
“Und der HERR rede­te mit Mose und sprach: Sage den Israe­li­ten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben wer­de, und die Ern­te ein­bringt, so sollt ihr die ers­te Gar­be eurer Ern­te zu dem Pries­ter brin­gen. Der soll die Gar­be als Schwing­op­fer schwin­gen vor dem HERRN, dass sie euch wohl­ge­fäl­lig mache. Das soll aber der Pries­ter tun am Tage nach dem Sab­bat. Und ihr sollt am Tage, da eure Gar­be geschwun­gen wird, ein Brand­op­fer dem HERRN brin­gen von einem ein­jäh­ri­gen Lamm, ohne Feh­ler, samt dem Speis­op­fer: zwei Zehn­tel fei­nes Mehl, mit Öl ver­mengt, als ein Feu­er­op­fer für den HERRN zum lieb­li­chen Geruch; dazu das Trank­op­fer: eine vier­tel Kan­ne Wein. Und ihr sollt von der neu­en Ern­te kein Brot noch gerös­te­te oder fri­sche Kör­ner essen bis zu dem Tag, da ihr eurem Gott sei­ne Gabe bringt. Das soll eine ewi­ge Ord­nung sein bei euren Nach­kom­men, über­all, wo ihr wohnt.”
Und wei­ter in 15, 16:
“Danach sollt ihr zäh­len vom Tage nach dem Sab­bat, da ihr die Gar­be als Schwing­op­fer dar­brach­tet, sie­ben gan­ze Wochen. Bis zu dem Tag nach dem sie­ben­ten Sab­bat, näm­lich fünf­zig Tage, sollt ihr zäh­len und dann ein neu­es Speis­op­fer dem HERRN opfern.”

Die sie­ben Wochen zwi­schen Pes­sach und Scha­wuot gel­ten als Trau­er­zeit, in der Rasie­ren, Haa­re schnei­den und hei­ra­ten ver­bo­ten sind. Der 33. Tag der Omer-Zeit sorgt für eine Unter­bre­chung, die viel­fach zum Hei­ra­ten genutzt wird.

Der Ursprung des Fes­tes geht auf den Bar-Koch­ba-Auf­stand gegen die Römer 132–135 n. Chr. zurück. Außer­dem wird an Rab­bi Schi­mon bar Joc­hai erin­nert, der nach der Über­lie­fe­rung an die­sem Tag ver­stor­ben ist. Er gilt als mut­maß­li­cher Ver­fas­ser des Soh­ars, einem kab­ba­lis­ti­schen Hauptwerk.

Tra­di­tio­nell wird an die­sem Tag ein Lager­feu­er entzündet.

Details

Beginn:
April 29
Ende:
April 30
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