Bar­ba­ra Witting

Ich bin Mit­glied der Jüdi­schen Gemein­de zu Ber­lin und war bis zu mei­ner Pen­sio­nie­rung in 2014 als Schul­lei­te­rin am Jüdi­schen Gym­na­si­um Moses Men­dels­sohn tätig. Seit eini­gen Jah­ren bin ich im Vor­stand bzw. Stif­tungs­rat des House of One engagiert.

An mei­nen Schu­len hat­te ich immer auch mit Schü­lern der unter­schied­li­chen Reli­gio­nen und Kul­tu­ren zu tun. Das Von-ein­an­der-Ler­nen und Mit­ein­an­der-Leben, die Erzie­hung unse­rer Kin­der zu Tole­ranz und gegen­sei­ti­gem Respekt war mir immer ein gro­ßes Anlie­gen. Aber auch für die Eltern und das Leh­rer­kol­le­gi­um gab es Fort­bil­dun­gen im inter­re­li­giö­sen und inter­kul­tu­rel­len Bereich.

In einer Stadt wie Ber­lin, in der Men­schen so vie­ler ver­schie­de­ner Her­künf­te zusam­men­le­ben, ist es wich­tig, dass man sich ken­nen lernt. Vor­ur­tei­le, Res­sen­ti­ments und Frem­den­feind­lich­keit kön­nen abge­baut wer­den, wenn man auf­ein­an­der zugeht. Reli­gio­nen ver­mit­teln Wer­te, die unse­re Gesell­schaft berei­chern und die zu einer fried­li­chen Koexis­tenz beitragen.