Sukkoth

Sukkoth

Sukkoth, auch bekannt als das Laubhüttenfest, hat sowohl historische als auch landwirtschaftliche Bedeutungen. Es beginnt im Herbst am 15. Tag des Monats Tischri und dauert sieben Tage. Die Festtage erinnern an die 40-jährige Wanderung der Israeliten durch die Wüste nach dem Auszug aus Ägypten, als sie in provisorischen Hütten lebten. Darüber hinaus ist Sukkoth ein Erntedankfest, das die Erntezeit feiert und die Dankbarkeit für die Gaben der Natur zum Ausdruck bringt und das Gefühl für die Abhängigkeit von Gott für die materiellen Notwendigkeiten des Lebens fördert. Ähnlich wie beim christlichen Erntedankfest wird dies durch die Vielfalt an buntem Obst und Gemüse sichtbar.

Die einfachen Hütten, die »Sukkah«, werden entweder im Hof der Synagoge oder, seltener, im eigenen Garten errichtet. Sie sollen an die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens erinnern und daran, dass allein Gott Schutz bietet.

Gläubige verbringen Zeit in der Sukkah oder nehmen dort ihre Mahlzeiten ein. Nach rabbinischen Überlieferungen treten an jedem Tag des Festes besondere Gäste, die »Uschpisin«, in die Sukkah ein: Abraham, Isaak, Jakob, Joseph, Moses, Aaron und David. Ein beliebter Brauch ist es, die dekorierten Hütten von Nachbarn, Freunden und Bekannten zu bestaunen, da in dieser Zeit einjeder als Gast willkommen ist. Viele nutzen die Gelegenheit, um Freunde und Familie zu besuchen.

Ein weiteres wichtiges Element von Sukkoth ist der Feststrauß aus vier sehr unterschiedlichen Pflanzen, die zusammengebunden werden. Sie symbolisieren die Einheit des Volkes Israels in seiner Vielfalt. Gemeinsam ist den »Vier Arten« (»Arba Minim«), dass sie reichlich Wasser benötigen, um zu gedeihen: der »Lulav« (Palmzweig), der »Hadass« (Myrrhenzweig), die »Aravah« (Weidenzweige) und der »Etrog« (Zitrusfrucht). Der Strauß wird während des Festes in der Hütte geschüttelt.

Während Sukkoth grüßen sich Juden häufig mit den Ausdrücken »Chag Sameach!«, was »Frohes Fest« bedeutet. Auch kann »Gmar Tov« gesagt werden, um einen guten Abschluss des Festes zu wünschen.

Hinweis: Jüdische Feiertage beginnen bereits mit Sonnenuntergang des vorherigen Tages.



Weitere Infos zu Festtagsgrüßen haben wir gesammelt und einen kleinen Festtagskalender erstellt.

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