Jahreskonferenz 2025
|

Jahreskonferenz 2025 des Berliner Forums der Religionen

Unter dem Motto Zusammenkommen – Zusammensein – Zusammenarbeiten fand am 05.11.2025 die Jahreskonferenz im Rathaus Schöneberg statt, der fast 90 Gäste folgten. Schirin Wiesand und Achim Kockerols führten professionell durch den Abend.

Eva-Maria Di Noia aus dem Referat des Beauftragten für Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften (SenKultGZ) ermutigte dazu, Dialogmethoden an den gesellschaftlichen Wandel anpassen und auch bei Widerständen mit Freude am Engagement neue Saaten der religionsübergreifenden Zusammenarbeit sprießen zu lassen.

Unter der Projektleitung von Lena Bakmann und in Kooperation zwischen meet2respect, der Deutschen Islam Akademie und dem Berliner Forum der Religionen entstanden im Projekt ask2respect acht professionell produzierte Kurzvideos, die sich gesellschaftlich relevanten Themen wie Antisemitismus, antimuslimischem Rassismus, Geschlechtergerechtigkeit, Diversity, Jerusalem, Halal & Koscher sowie theologischen Fragen zu Judentum und Islam widmen.
„Was verbindet uns?“ ist die zentrale Frage dieses Projekts, das sich an junge Erwachsene richtet. Die Videos werden auf TikTok, Instagram und YouTube gezeigt. Viele Menschen wurden erreicht, zugleich ist aber auch mit Hasskommentaren und Verschwörungserzählungen umzugehen. Ender Cetin, einer der Protagonisten, bat um Gebete für den Dialog. Hilfreich ist auch das Liken und positives Kommentieren auf Instagram. Im kommenden Jahr soll das Projekt mit Podcasts erweitert werden, die interreligiös breiter aufgestellt sind.
Interreligiöse Aktivitäten in Charlottenburg stellte Bastian Schmidt vor: Oster- und Weihnachtsgarten, Gedenksteine und die queer week waren einige zentrale Momente.

Nach einem musikalischen Intermezzo mit Cornelia Dette wurden Highlights aus den Projekten des Berliner Forums der Religionen präsentiert:

Unter Anleitung von Cornelia Dette folgte ein musikalisches Intermezzo, ehe Highlights aus der Arbeit des Forums vorgestellt wurden:

  • Das Junge Forum der Religionen (Johanna Emig, Holger Rogoll) brachte sich beispielsweise in die Soziale Küche ein und führte Dialogwerkstätten zu Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus sowie Veranstaltungen zu Feminismus und Religion durch. Seit wenigen Wochen steht auch die eigene Website: https://junges-forum-religionen.de/.
  • Beim IK Dialog der Religionen für Kinder und Jugendliche (DiReKiJu) (Fereshta Ludin, Schirin Wiesand) sind neben der Organisation von Exkursionen und Projekttagen insbesondere das Netzwerktreffen für interreligiöse Bildung und die Durchführung der Projektwoche InterkulTour hervorzuheben.
  • Das Metropolregionenprojekt (Sandra Lenke, Johanna Emig) „aims to bring together local religious communities, civic partners and international network contacts to celebrate their shared contribution to inter-religious dialogue, sustainability and the common good“. Gemeinsam mit dem IK DiReKiJu werden im Juni 2026 die Aktionstage Religion in der Stadt angeboten.
  • Die Lange Nacht der Religionen (Christiane Uekermann, Peter Amsler) bot interessierten Gästen im Jahr 2025 46 Angebote aus den unterschiedlichsten Religionen. Weiter geht es am 5. und 6. September 2026.
  • Im Interreligiösen Frauenforum (Almut Veidt) hat sich seit dem Jahr 2014 ein vertrauensvoller Kreis gebildet, der sich regelmäßig online und in Präsenz trifft.
  • Der LGBTIQ-Kreis (Ulrike Rogatzki) untersuchte gemeinsam mit dem Leibniz-Institut die Darstellung von schwul-lesbischen Inhalten in Schulbüchern.
  • Die AG Religionssensible Hospiz- und Palliativarbeit (ReHoP) (Jala El Jazairi, Michael Bäumer) führte Fachtagung und Schulung durch und erstellte eine neues Handout zu besonderen Bedarfen von christlich geprägten Menschen. Handouts und Checklisten werden bundesweit stark nachgefragt.

Musik aus den Religionen (Holger Budig) begleitete in die Pause, nach der der neue Koordinierungskreis gewählt wurde. 26 Personen aus unterschiedlichen religiösen Traditionen werden sich in den kommenden zwei Jahren ehrenamtlich in die Arbeit des Forums einbringen. Alle Motivationsschreiben stehen als PDF zur Verfügung.
Den Abschluss bildete ein von Peter Amsler angeleitetes erquickendes Speed-Dating.

Die Jahreskonferenz 2025 fand nach mehr als drei Stunden mit neuen Verbindungen und Erkenntnissen gegen 21:15 Uhr ein Ende.


Ähnliche Beiträge