Feminismus & Religion: Ein interreligiöser Workshop für Haltung und Widerspruch ✊
Eine Kooperation des Jungen Forums der Religionen, der Evangelischen Akademie, und der Deutschen Islam Akademie
Wir passt es zusammen feministisch und religiös zu sein? Welche religiösen Texte können uns empowern? Und was können wir erwidern, wenn Ungleichbehandlung religiös legitimiert, oder eine Religion pauschal als frauenfeindlich bezeichnet wird?
Genau darüber haben wir am 23. Oktober 2025 im Workshop „Feminismus & Religion: Ein interreligiöser Workshop für Haltung und Widerspruch“ in der Evangelischen Friedrichstadtkirche diskutiert.
Gemeinsam mit der angehenden Rabbinerin Helene Braun (@leni_lafayette) und Theologin Christina Sawatzki (Evangelische Akademie) haben wir jüdische und christliche Texte aus feministischer Perspektive unter die Lupe genommen.
Alte Texte, neue Perspektiven
Was dabei rauskam: viele Textstellen sind gar nicht so eindeutig wie sie oft scheinen. Schaut man auf den historischen Kontext, lassen sie sich oft anders verstehen und einordnen und es öffnen sich neue Lesarten. Gleichzeitig gibt es, wie bei jedem Text, auch innerhalb der Religionen sehr viele unterschiedliche Auslegungen, Sichtweisen und Gelehrtenmeinungen.
Klar ist aber auch: Religiöse Schriften sind Produkte ihrer Zeit – und die war (wie heute oft noch) patriarchal geprägt. Diese Strukturen finden sich also in wahrscheinlich allen Regionen – genauso, wie in säkularen Kontexten. Pauschalisierungen aber schüren Vorurteile und Polarisierung und sind so Wasser in den Mühlen rechter und extremistischer Erzählungen.
Haltung zeigen, wenn’s unbequem wird
Im zweiten Teil des Workshops hat uns Argumentationstrainerin Tanja Lammerding (Argumentieren gegen rechts) gezeigt, wie wir souverän reagieren, wenn Gespräche kippen oder jemand mit vermeintlichen „Fakten“ um sich wirft.
Ein simpler, aber effektiver Trick: Wenn jemand Zahlen oder Behauptungen in den Raum wirft – einfach nachfragen, woher die Info kommt. Das nimmt Pauschalisierungen oft schon den Wind aus den Segeln.
Der Workshop hat gezeigt: Feminismus und Religion schließen sich nicht aus. Im Gegenteil – sie können sich gegenseitig inspirieren, stärken und verändern.







