Grü­ße von Ran­jit Kaur zu Sri Guru Gobind Singh jis Geburtstag

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Am 20. Janu­ar 2021 wird in der Sikh-Welt Par­kash Gur­purb, ein Geburts­tag zu Anlass des 10. und letz­ten leib­haf­ti­gen Guru der Sikhs, Guru Gobind Singh jis gefeiert.

Er wur­de 1666 in Pat­na Sahib, einem Ort im Bun­des­staat Bihar, gebo­ren. Der jun­ge Gobind Rai war nur 9 Jah­re alt, als die Bra­ha­ma­na aus Kash­mir für Rat und Tat gegen den reli­giö­sen Fana­tis­mus des Moghul-Kai­sers zu sei­nem Vater, Guru Teg Baha­dur Sahib, dem 9. Guru der Sikhs, kamen. Der dama­li­ge Moghul-Kai­ser Aurang­zeb ver­brei­te­te nur Ter­ror und dul­de­te kei­ne Gna­de. Guru Teg Baha­dur wur­de zu Tode gefol­tert, weil er die Zwangs­be­keh­rung zum Islam ver­wei­ger­te. Es wird gesagt, dass der jun­ge Guru nach dem Mar­ty­ri­um sei­nes Vaters Guru Teg Baha­dur erklär­te, dass er eine Gemein­schaft schaf­fen wür­de, die Tyran­nen­herr­scher in jedem Lebens­be­reich her­aus­for­dern wür­de, um für die gan­ze Mensch­heit Gerech­tig­keit, Gleich­heit und Frie­den wiederherzustellen.

Guru Gobind Singh ver­kör­per­te Wer­te von Wahr­heit, Lie­be, Recht­schaf­fen­heit, Frei­heit, Gerech­tig­keit, Mut, Stär­ke, Tap­fer­keit, Hin­ga­be und Mit­ge­fühl. Im Jahr 1699, am 13. April, dem Baisakhi-Tag, grün­de­te Guru Gobind Singh die Khal­sa Bru­der­schaft der Sikhs. Eine Orga­ni­sa­ti­on, wel­che der Leh­re der Sikh Gurus folgt und bereit ist sich für das Gute und die Recht­schaf­fen­heit auf der Welt ein­zu­set­zen. Eine Gemein­schaft, die allen unge­rech­ten Kas­ten­schran­ken Trotz bie­tet und alle Men­schen brü­der­lich umarmt, gleich wel­cher Reli­gi­on. Auf die­se Wei­se wur­den die Sikhs als Kämp­fer gebo­ren – zum Selbst­schutz und zum Schutz der Schwa­chen. Um das Kas­ten­we­sen zu ver­nei­nen, soll­ten alle Sikh-Män­ner ab jetzt den Nach­na­men ‚Singh‘, was Löwe bedeu­tet, und Sikh-Frau­en den Nach­na­men ‚Kaur‘, was Prin­zes­sin bedeu­tet, tra­gen. Guru Gobind sag­te: Wir wur­den als Eben­bild des Einen Got­tes erschaf­fen – die­ses eine gött­li­che Licht scheint in jedem von uns.

“Nur die, die ihren Nächs­ten lie­ben, kön­nen Gott erlangen!“

Guru Gobind Singh ji war als Reli­gi­ons­füh­rer ein­zig­ar­tig – er war ein Kämp­fer und zugleich Dich­ter und Phi­lo­soph. Es gab tra­di­tio­nell 52 Hof­dich­ter, und es kamen vie­le Gelehr­ten zu ihm, mit ihm zu diskutieren.

Er ver­voll­stän­dig­te die Hei­li­ge Schrift, den Guru Granth Sahib ji, in ihrer gegen­wär­ti­ge Form – die end­gül­ti­ge Form, die wir heu­te vor­fin­den. Bevor Guru Gobind Singh 1708 sei­nen sterb­li­chen Kör­per ver­ließ, ernann­te er das Buch des Guru Garnth Sahib ji zum nächs­ten und ewi­gen Guru der Sikhs.

Wäh­rend der Krie­ge gegen die Mogul-Herr­scher ver­lor er sei­ne vier Söh­ne und sei­ne Mut­ter. Trotz die­ser gro­ßen Ver­lus­te hat­te er den Mut nicht ver­lo­ren, hat­te die Krie­ge wei­ter­ge­führt, mit dem Ziel Gerech­tig­keit zu erreichen.

Genau­so soll­ten wir in der jet­zi­gen schwie­ri­gen Zeit der Pan­de­mie den Mut nicht ver­lie­ren und gedul­dig unse­ren Pflich­ten nachkommen.

Deh Shi­va Bar Mohe, ehe Shubh Kar­man te kab­hon na taron

“Oh Herr! Seg­ne mich, dass ich bei guten Hand­lun­gen nicht fürch­te

In die­sem Sin­ne, Hap­py Gurpurb!‘