Gesprä­che zum The­ma Tod und Sterben

Gesprä­che zum The­ma Tod und Sterben

Am 1. Okto­ber 2020 haben wir – die Katho­li­sche Aka­de­mie in Ber­lin und das Ber­li­ner Forum der Reli­gio­nen – ver­schie­de­ne Gesprä­che zum The­ma Tod und Ster­ben geführt. Eines davon haben wir auf­ge­zeich­net, näm­lich das über Ster­ben mit dem Ethi­ker Prof. Dr. Jean-Pierre Wils, der mus­li­mi­schen Theo­lo­gin Dr. Hami­deh Mohag­heghi und der Ster­be­be­glei­te­rin Karin Lietz, und in unser Film­ar­chiv gestellt. Wenn Sie also online nicht dabei sein konn­ten oder das Gespräch noch­mal nach­hö­ren wol­len, kön­nen Sie dies hier tun.

Das Gespräch beginnt mit einem Kurz­vor­trag von Jean-Pierre Wils. Weil ein „Leben nach dem Tode“ für immer weni­ger Men­schen vor­stell­bar ist, so Wils, hat sich unse­re Auf­merk­sam­keit ver­la­gert auf die Zeit des Ster­bens selbst. Wel­che Begrif­fe benut­zen wir dabei – und wie unschul­dig sind die­se? So ist oft davon die Rede, dass Men­schen „authen­tisch“ ster­ben möch­ten. Aber das kann auch eine Über­for­de­rung sein. Wils plä­diert für eine Wür­de der Pas­si­vi­tät, des Las­sens und Los­las­sens, sowohl im Leben als auch im Ster­ben. Er weist auch auf den Recht­fer­ti­gungs­zwang hin, der ent­stan­den ist, seit­dem das Authen­ti­zi­täts­ide­al in Zusam­men­hang mit der Mög­lich­keit des selbst­be­stimm­ten Ster­bens ent­stan­den ist.

Im wei­te­ren Gespräch beschreibt Dr. Mohag­heghi, wel­che beson­de­ren ritu­el­len Wün­sche man – auf Nach­fra­ge – mus­li­mi­schen Ster­ben­den erfül­len kann. Und Karin Lietz berich­tet von ihren Erfah­run­gen, die sie selbst in der Beglei­tung Ster­ben­der gemacht hat: Zum Bei­spiel, dass der inti­me Moment des Ster­bens manch­mal auch dann geschieht, wenn der oder die Zuge­hö­ri­gen nur kurz den Ster­ben­den allei­ne las­sen. Oder wel­che Ver­wir­rung ent­steht, wenn der Tod doch noch nicht kommt.

Wir wün­schen Ihnen gute Ein­sich­ten beim Sehen und Hören – und dass Sie die­se nicht so bald anwen­den müssen.

Herz­li­che Grü­ße und bes­te Wün­sche über­sen­den Ihnen
Kat­rin Vis­se und Micha­el Bäumer