Mär­ty­rer­tod des Báb

Nachdem die Bewegung des Báb (arabisch: das Tor) großen Zulauf hatte, verurteilten die Geistlichen und die Regierung ihn und richteten ihn 1850 öffentlich hin. Seine körperlichen Überreste sind in einem Schrein in Haifa beigesetzt und dienen als Pilgerstätte. An seine Todesstunde erinnert ein Mittagsgebet an diesem Tag.

Tischa be-Aw (Juden­tum)

Der erste Tempel in Jerusalem wurde durch die Babylonier (587 v. d. Z.), der zweite durch die Römer (70 u. Z.) zerstört, jeweils am 9. Aw (hebr.: Tischá beAw). Dieser traurigste Tag im jüdischen Festtagskalender wird mit Fasten und speziellen Klagegesängen begangen.

Opfer­fest (Ale­vi­ten­tum)

Im Rahmen dieses Festes (Kurban Bayramı) erinnern Aleviten an die Bereitschaft Abrahams, seinen Sohn Ismail für Gott zu opfern. Diejenigen, die über die finanziellen Möglichkeiten verfügen, können ein Tieropfer (Kurban) erbringen, das auch unter den Nachbarn und Bekannten verteilt wird. Ebenso kann die Opfergabe in Form von Spenden an Bedürftige erfolgen. Zu dieser Zeit soll […]

Opfer­fest (Islam)

Das islamische Opferfest gilt als das höchste islamische Fest. Es dauert insgesamt vier Tage und ist Höhepunkt der traditionellen Pilgerfahrt nach Mekka, der Hadsch. Während des Festes gedenken die Gläubigen des Propheten Ibrahim (Abraham), der der Überlieferung zufolge bereit war, Allah seinen Sohn Ismail zu opfern. Allah gebot ihm Einhalt, Vater und Sohn opferten ihm […]

Muhar­rem-Fas­ten (Ale­vi­ten­tum)

Erinnerung an Imam Hüseyin, der 680 u. Z. in Kerbala ermordet wurde. Fasten und Enthaltsamkeit werden geübt, um den Leidensweg des Imams nachzuempfinden.

Mariä Him­mel­fahrt (Chris­ten­tum)

Dieses Hochfest ist das älteste bekannte Marienfest der katholischen Kirche. Es wurde erstmals im fünften Jahrhundert gefeiert und erinnert an die Aufnahme der Mutter Gottes in den Himmel unmittelbar nach ihrem Tod.

Aschu­ra (Islam)

Aschura ist der zehnte Tag des ersten Monats Muharrem nach dem islamischen Kalender. Schiiten denken an den Tod des für sie dritten Imams Hussein in der Schlacht von Kerbala. Einige sunnitische Musliminnen und Muslime betrachten Aschura allerdings auch als wichtigen Gedenktag. So soll Mohammed an dem Tag gefastet haben, unter anderem soll an diesem Tag […]

Aschu­re-Tag (Ale­vi­ten­tum)

Zu diesem Fest im Anschluss an das Muharrem-Fasten wird eine süße Suppe (Aschure) gekocht, verteilt und gemeinsam gegessen. Die 12 Zutaten und Fastentage erinnern an die Leiden der 12 heiligen Imame.

Rak­s­ha Ban­dan (Hin­du­is­mus)

Raksha Bandan (schützende Verbindung) ist das Fest der geschwisterlichen Verbindung und Segnung mit Stoffarmbändern. Krishna verletzte sich die Hand, und die Königin Draupadi verband ihn mit dem Stoff ihres Saris. Als ihre Widersacher sie später entblößen wollten, beschützte Krishna sie und verlängerte ihren Sari ins Unendliche. Das Fest wird jedes Jahr an einem Tag mit […]

Rosch Hasch­a­na (Juden­tum)

Am 1. und 2. Tischri wird das Neujahrsfest Rosch Haschana (eigentlich "Kopf" oder "Haupt des Jahres) begangen. Nach jüdischer Überlieferung wurde die Welt vor 5782 Jahren erschaffen. Das Fest gilt als Tag des göttlichen Gerichts - die Menschen sollen in sich gehen, sich vom Bösen abwenden und gut handeln. Zur Erinnerung daran wird das Schofar, […]

Jom Kip­pur (Juden­tum)

Der Versöhnungstag Jom Kippur ist einer der wichtigsten Tage im jüdischen Festtagskalender. Er wird als Tag der Reue, der Buße und der Umkehr begangen, an dem nach talmudischer Tradition die am Neujahrsfest gefällten Urteile über die Menschen besiegelt werden. Aus diesem Anlass beginnen jüdische Gläubige am Vorabend von Jom Kippur zu fasten und verbringen einen […]