Gemeinsam ins Gespräch kommen – Interreligiöser Austausch: Mohamed Taha Sabri, Jeremy Borowitz, Angelica Hilsebein. Begegnung unter Menschen

Als Menschen begegnen

„Bemerkenswerter praktischer Austausch zwischen verschiedenen Religionen. Es haben sich für mich neue Türen und Einblicke eröffnet.“ „Große Dankbarkeit: mein offenes Herz lies diesen frischen Wind von der Veranstaltung hinein.“
Die Reaktionen auf unsere Veranstaltung, in der sich die Teilnehmden als Menschen begegneten, waren sehr positiv.

Gemeinsam mit Birgit Lehmann, der Diversity-Beauftragten der BSR und dem Diversity-Netzwerk InfraLab & Friends, hatte das Berliner Forum der Religionen im Rahmen des Deutschen Diversity-Tags am 19. Mai 2026 zur Veranstaltung Gemeinsam ins Gespräch kommen – Interreligiöser Austausch eingeladen.

Mohamed Taha Sabri (Imam der Neuköllner Begegnungsstätte), Jeremy Borowitz (Rabbiner der Hillel-Stiftung), Martin Germer (langjähriger Pfarrer der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche) und Angelica Hilsebein (Referentin für den Interreligiösen Dialog im Erzbistum Berlin) begegneten sich tatsächlich von Mensch zu Mensch und verknüpften den interreligiösen Austausch mit ganz praktischen beruflichen Herausforderungen.

Den religiösen Bedarfen von Kolleg:innen sollte mit Respekt und Akzeptanz begegnet werden, denn Religion ist in Deutschland nicht nur Privatsache. Neutralität und Laizismus widersprechen in Teilen sogar dem Grundgesetz. Dies verdient umso mehr Beachtung bei Religionen wie Judentum und Islam, die besonders auf eine religiöse Praxis gerichet sind. Performative Religion als konfrontativ abzutun, zeuge eher von fehlender Empathie.

Fragen aus dem Publikum bezogen sich u. a. auf die Stellung der Frau in Judentum, Christentum und Islam und auf die Situation von Menschen, die sich dem LGBTIQ-Kreis zuordnen. Zunächst wurde festgehalten, dass es in jeder Religion unterschiedliche Strömungen und damit auch unterschiedliche Auslegungen gibt. Auf der einen Seite gebe es den grundlegenden Text mit ewiger Bedeutung. Auf der anderen Seite stehe die Frage „Wie wird Religion heute gelebt?“. Das Ewige und Veränderliche sind immer in Einklang zu bringen.

Religion gibt Bedeutung für das Leben. Notwendig sei es, Spaltung zu bekämpfen und das Leben zu feiern. Es sei natürlich wichtig, gegen Antisemitismus und Rassismus anzugehen. Allerdings sollte stärker für jüdisches, muslimisches und anderes religiöses Leben einzustehen.

Im Anschluss an eine anregende Gesprächsrunde wurden die Teilnehmenden noch durch die Moschee geführt und konnten einem Gebet beiwohnen. Vielen Dank für die Gastfreundschaft an die Neuköllner Begegnungsstätte!

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