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Newsletter #5 des Berliner Forums der
Religionen


Liebe Abonnentin, lieber Abonnent,
Fremdenfeindlichkeit und Hassreden spalten die Welt in die Kategorien „wir“ und „die Anderen“, gleichbedeutend mit Gut und Böse. Flammen der Angst und des Misstrauens werden weiter geschürt. Wie können wir diesen spaltenden Zuweisungen begegnen? Indem wir die anderen Menschen kennenlernen, indem wir uns öffnen. Indem wir einen Dialog über alle Glaubensunterschiede hinweg führen mit dem Ziel eines friedlichen Zusammenlebens.
Viele Situationen können durch das Aufbauen neuer Verbindungen verändert werden. Hannah Arendt spricht in diesem Zusammenhang vom „Wagnis der Öffentlichkeit“ und dem „Einweben unseres Fadens in das Netz der Beziehungen“ mit oftmals ungewissem Ausgang: „Dieses Wagnis ist nur möglich, wenn Vertrauen in Menschen da ist. Ein Vertrauen in das Menschliche in allen Menschen. Ohne dieses Vertrauen ist dieses Wagnis unmöglich.“
Trauen wir uns!



1. Rückschau

Vesak-Feier

Vesak
Am 3. Juni war das Buddhistische Tor Berlin Gastgeber für die gemeinsame Vesakfeier des Arbeitskreises Buddistischer Zentren und Gruppen in Berlin und Brandenburg (BUBB). Die Feier stand in diesem Jahr unter dem Motto „Zuflucht nehmen“.

Der gemeinsame Festakt begann um 10:00 Uhr mit einer Shakuhaci-Performance und Grußworten der eingeladenen Botschafter sowie von Dr. Michael Bäumer (Berliner Forum der Religionen).

Im Anschluss an den ersten Teil ergaben sich in der Mittagspause zahlreiche informative und herzliche Gespräche.

Austausch mit den "Verfassungsschülern"

Am 28.05.2018 nahmen Feride Gencaslan, Barbara Witting, Claudia Hackel und Michael Bäumer (alle Berliner Forum der Religionen) an einer Gesprächsrunde zum Thema "Religion und Demokratie" mit 22 Schülern aus Spandau teil.

"Die Verfassungsschüler" ist ein Pilotprojekt zur politischen Teilhabe von Jugendlichen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte und deren Aktivierung für die Grundwerte der Demokratie. Das Projekt wird durch das Bundesministerium des Innern gefördert und durch Teach First Deutschland umgesetzt.

Antonio Piscopo und Magdalena Strauch luden in dazu in das Berliner Büro von Teach First ein. Die Jugendlichen lernten die Rolle der Religionen und religiöser Akteure innerhalb des demokratischen Zusammenlebens und im Rahmen der staatlichen Neutralität kennen. Die Berichte von persönlichen Erfahrungen als engagierte und religiöse Personen in Bezug auf Staat, Religion und interreligiösen Dialog stießen bei den Jugendlichen auf reges Interesse. Die Jugendlichen selbst erzählten sehr offen von ihren Schwierigkeiten und positiven Erlebnissen in Bezug auf Religion im Alltag. Der wertvolle und anregende Austausch hätte noch ausgedehnt werden können, doch der zeitliche Rahmen ließ dies nicht mehr zu.

Austausch mit Vertretern der Church of Sweden

Church of Sweden
Am 24. Mai 2018 trafen sich das Berliner Forum der Religionen und 39 Vertreter der Church of Sweden zu einem informellen Austausch. Der Kontakt kam bereits letztes Jahr durch eine Anfrage von Pfarrerin Anna Malmqvist zustande. Dankenswerterweise stellte das House of One uns seinen Pavillon für diese Begegnung zur Verfügung.

Nach einer Begrüßung durch Frithjof Timm vom House of One referierte zunächst Gerdi Nützel vom Forum über die Religionsfreiheit in Deutschland. Anschließend berichtete Michael Bäumer über die Ziele und Aktivitäten des Forums sowie über interreligiöse Initiativen in Berlin. Über das interreligiöse Engagement der Church of Sweden in Stockholm wurde ebenfalls gesprochen. Nach allen Vorträgen fand eine intensive Diskussion statt, die durch die Beiträge von Professor Dietrich Werner (Referat Theologische Grundsatzfragen, Brot für die Welt) bereichert wurde.

Abschließend stimmte die schwedische Gemeinde im Garten des Pavillons noch eine Hymne an.

2. Bevorstehende Veranstaltungen

Religionsfreiheit, religiöse Pluralität und die Arbeit des Berliner Forums der Religionen in Berlin

Die Paulus-Kirchengemeinde in Berlin-Zehlendorf hat seit dem Reformations-Jubiläumsjahr 2017 eine neue Initiative gestartet: Eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Forum Kirche weltweit – Ökumene – Partnerschaft“ hat im Februar 2017 begonnen und immer mehr Zulauf bekommen. In abendlichen Gesprächs-, Vortrags- oder Filmveranstaltungen werden Schlüsselthemen der weltweiten Ökumene ausgeleuchtet und zur Situation der Kirchen in Berlin in Beziehung gesetzt.
Für diesen Abend ist folgender Ablauf geplant:
  • Prof. Dietrich Werner (Brot für die Welt): Religiöse Demographie in Berlin plus Zehlendorf und Religionsfreiheit
  • Dr. Michael Bäumer (Berliner Forum der Religionen): Die Geschichte und Arbeit des Berliner Forums der Religionen sowie Informationen zum House of One
  • Michael Bäumer: Hinweis auf kommende Projekte des Berliner Forums der Religionen
  • Nedime Sinanaj (House of One) und Nina Mühe (Junge Islam Konferenz): Zur Situation der Muslime in Berlin, insbesondere der jüngeren Generation von Muslimen
Ort: Salon des Gemeindehauses der Paulus-Gemeinde Zehlendorf, Teltower Damm 6
Datum und Uhrzeit: 22. Juni 2018, 18:00-20:00 Uhr

meet2respect-Fahrraddemo 2018

In den letzten Wochen war immer wieder von Übergriffen auf Menschen zu hören, die jüdisch oder muslimisch sind, die eine Kippa oder ein Kopftuch tragen. Dem soll ein Zeichen für Respekt und Toleranz entgegengesetzt werden.
Unter dem Motto "Gemeinsam Antisemitismus und Islamfeindlichkeit entgegenlenken!" lädt meet2respect in Kooperation mit anderen Initiativen zu einer Fahrraddemo am 24. Juni ein.
Start: 15:30 Uhr am Mahnmal der ermordeten Juden Europas
Ende: 17:00 Uhr am Bebelplatz mit Abschluss-Kundgebung
Weitere Infos unter http://meet2respect.de/tandem/.


Meister, Gurus und Heilige. Über Autorität und Anleitung im Glauben

Geistliche Autorität und Anleitung spielen in verschiedenen religiösen Traditionen eine Rolle. Menschen streben danach, sich im Glauben weiterzuentwickeln oder ihre Spiritualität zu "trainieren". Sie schauen zu Meisterinnen und Meistern auf; sie suchen und finden Rat und Herausforderung. Die Meister-Schüler-Beziehung ist aber auch anfällig für Machtausübung oder gar Unterdrückung. Wer wählt dabei eigentlich wen? Wählt die Schülerin die Meisterin, oder wählt die Meisterin die Schülerin? Bei dem Abendforum kommen Positionen aus der buddhistischen, katholischen und islamischen Tradition zu Wort und ins Gespräch miteinander.

Programm
Anfangsimpuls aus religionswissenschaftlicher Sicht
Prof. Dr. Almut-Barbara Renger, Institut für Religionswissenschaft, Freie Universität Berlin
Podiumsgespräch
Feride Funda G.-Gençaslan, Sufi Zentrum Rabbaniyya Berlin
Sr. Hannelore Huesmann OFS, Leiterin des Hospizdienstes TAUWerk
Gerald Seifert, Soka Gakkai International – Deutschland (SGI-D)
Prof. Dr. Almut-Barbara Renger
Moderation
PD Dr. Eva Harasta, Evangelische Akademie zu Berlin
Dr. Michael Bäumer, Geschäftsführer des Berliner Forums der Religionen

Anmeldung erbeten an wasner@eaberlin.de.

Eine Kooperationsveranstaltung zwischen der Evangelischen Akademie zu Berlin und dem Berliner Forum der Religionen

Ort: Französische Friedrichstadtkirche (Französischer Dom), Gendarmenmarkt 5, 10117 Berlin
Datum: 03.07.2018 19:00 - 21:00, Einlass ab 18:45 Uhr
Hinweis: Unser für den 29. Juni geplantes Kinder- und Jugendfest fällt leider aus, da uns das Ordnungsamt den gewünschten Platz nicht zur Nutzung bewilligt.
Zum Schluss noch einige Hinweis zum Datenschutz:
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